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Christiane

Christiane 

aus Bitburg, Rheinland-Pfalz (Deutschland)

Beidseitig implantiert
EAS-Implantatnutzerin
Beidseitiger Hörverlust
Mutter

Erfahrungsbericht Christiane

Christiane ist Botschafterin weil:

Ich schwerhörige Menschen jeden Alters ermutigen möchte, aktiv zu werden. Ich will meine Erfahrung teilen, dass man mit einem Hörimplantat nur gewinnen kann.

1. Wann und warum ist dein Hörverlust aufgetreten? Und wie stark ist er?
Meine Schwerhörigkeit ist erblich bedingt, auch meine Mutter hört schlecht. Bei mir manifestierte sich der Hörverlust, als ich Mitte Dreißig war. Erst zehn Jahre später erhielt ich Hörgeräte, doch da ich damit nicht besser verstand, trug ich sie nur selten.

2. Wie empfanden deine Familie und Freunde deinen Hörverlust?
Je schlechter ich hörte, desto schwieriger wurde der familiäre Alltag. Auch wenn mich mein Mann und meine Kinder sehr unterstützten. Gesellige Zusammenkünfte mit Freunden empfand ich zunehmend als stressig.

3. Wann und wie hast du von der Möglichkeit eines Hörimplantats erfahren?
Meine Mutter war 73, als sie ihre Cochlea-Implantate bekam. Daher wusste ich darüber Bescheid, war aber nicht überzeugt davon. Mein erster HNO-Arzt kannte sich mit Hörimplantaten wenig aus. Erst als ich den Arzt wechselte und bei einem Experten für Implantate landete, änderte ich allmählich meine Meinung.

4. Wie hast du die Entscheidung zum Hörimplantat abgewogen?
Mein neuer HNO-Arzt empfahl mir ein EAS-System, das den Bereich der tiefen Töne mit einem Hörgerät abdeckt. Er wollte mein Restgehör bewahren. Ich holte mir dennoch von verschiedenen Seiten Fachmeinungen ein, bevor ich mich implantieren ließ. Ganz wichtig war für mich eine andere CI-Nutzerin, deren Leben sich zum Positiven geändert hatte. Als ich am Tag vor der Operation einen Brandalarm überhörte, fühlte ich mich letztlich in meiner Entscheidung bestätigt.

5. Wie erging es dir nach der Implantation?
Mein Restgehör konnte erhalten werden, auch wenn es direkt nach der Operation nicht danach aussah. Ich absolvierte viel an Reha und lernte, mit dem Gerät umzugehen und damit wirklich gut zu hören.

6. Was hat sich seit deiner Implantation verändert? Was genießt du am meisten am wieder Hören?
Ich bin selbstsicherer geworden, privat und beruflich. Ich lache über Witze, weil ich sie tatsächlich verstehe, habe keine Angst mehr, zu telefonieren, gehe meine Hobbys entspannter an und fühle mich generell in meiner Umgebung sicherer, weil ich sie höre.

7. Was möchtest du Betroffenen und ihren Angehörigen mit auf den Weg geben?
Informieren Sie sich über Hörlösungen, werden Sie aktiv und tauschen Sie sich mit Menschen aus, die ein ähnliches Los haben.

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