Heike 

aus Tübingen (Deutschland)

Beidseitig implantiert
Cochlea-Implantate
Krankheit im Kindesalter
Vertriebsinnendienst

Heike ist Botschafterin weil:

„Ich weiß, wie sich die Unsicherheit vor der Implantation anfühlt. Niemand kann authentischer Erfahrungen teilen als CI-Träger selbst. Ich will anderen Menschen helfen, wieder mehr Lebensqualität zu bekommen.“

Erfahrungsbericht Heike

1. Wann und warum ist dein Hörverlust aufgetreten? Und wie stark ist er?
Seit ich ungefähr zweieinhalb Jahre bin, höre ich auf beiden Ohren sehr schlecht. Hochgradige beidseitige Schwerhörigkeit lautete damals die Diagnose. Viele Jahre lang kam ich mit Hörgeräten gut zurecht.

2. Wie hat deine Familie den Hörverlust empfunden?
Meine Mutter war die erste, die damals meine Schwerhörigkeit bemerkte. Sie blieb auch beharrlich, als ihr zwei Ärzte erklärten, mit meinem Gehör sei alles in Ordnung. Der dritte Arzt bestätigte ihren Verdacht. Zum Glück für mich, denn so wurde ich früh versorgt. Meine Mutter unterstützte mich mit meinen Hörgeräten sehr. Ich besuchte eine Regelschule und absolvierte eine Ausbildung zur Industriekauffrau.

3. Wann und wie hast du von der Möglichkeit eines Hörimplantats erfahren?
Da ich fast mein ganzes Leben bereits Hörgeräte trug, kannte ich CIs bereits früh. Solange ich mit den Hörgeräten noch gut zurechtkam, schenkte ich dem Thema allerdings wenig Beachtung. Erst als sich mein Hörvermögen abrupt so sehr verschlechterte, dass ich nicht mehr telefonieren konnte und im Fernsehen ohne Untertitel ebenfalls nichts mehr verstand, war klar, dass ich handeln musste.

4. Wie hast du die Entscheidung zum CI abgewogen?
Ich informierte mich intensiv über CIs, vor allem über das Internet. Nach den ersten Voruntersuchungen entschied ich mich bald für eine Implantation. Natürlich war ich verunsichert, was mich erwarten würde und wie die Operation und vor allem das Hören mit CI sein werden.

5. Wie erging es dir nach der Implantation?
Die erste Operation verlief völlig problemlos, sodass ich mir rund ein Jahr später am anderen Ohr das zweite CI einsetzen ließ. Auch dieses Mal gab es keinerlei Probleme. Beide Male absolvierte ich eine stationäre Reha in Bad Nauheim, von der ich sehr profitierte. Auch mein Mann übte zuhause mit mir.

6. Was hat sich seit deiner Implantation verändert? Was genießt du am meisten am wieder Hören?
Ich kann mit meinen CIs wieder Dinge tun, die für mich früher selbstverständlich waren, auch mit Hörgeräten, die mir aber mit zunehmendem Hörverlust einfach nicht mehr möglich waren: telefonieren, fernsehen ohne Untertitel, beim Autofahren mit dem Beifahrer und bei meinem Hobby, dem Reiten, mit meiner Mitreiterin sprechen – alltägliche Dinge eigentlich. In vielen Situationen verstehe ich mit den CIs sogar besser als früher mit den Hörgeräten.

7. Hatte dein Hörverlust und später das Implantat Auswirkungen auf deine Karriere?
Für meine Arbeit ist das Telefonieren sehr wichtig. Mit meinen CIs klappt es wieder problemlos, egal ob mit Kunden oder Kollegen. Das ging am Schluss mit den Hörgeräten nicht mehr.

8. Was möchtest du Betroffenen und ihren Angehörigen mit auf den Weg geben?
Geht offen mit eurer Schwerhörigkeit um. Man kommt weiter, wenn man sie nicht versteckt. Erkundigt euch bei CI-Trägern, wie die Operation, wie das Leben danach ist, denn niemand kann authentischere Informationen geben als die Menschen, die täglich damit hören.

Sie haben Fragen an Heike? Unter www.hoerpaten.de können Sie sie direkt kontaktieren.

Über “Endlich Wieder Hören”

Wenn Hörgeräte nicht mehr helfen, kann ein Hörimplantat die passende Lösung sein. Geschichten aus erster Hand helfen vielen Betroffenen eine Entscheidung zu treffen. "Endlich Wieder Hören" klärt auf, baut Ängste und Vorurteile ab und informiert Betroffene, Verwandte und Bekannte.

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