Olga mit
Tochter Amelie 

aus Schwetzingen (Deutschland)

Beidseitig implantiert
Cochlea-Implantate
Schwerer Hörverlust seit Geburt
Schülerin

Olgas Tochter Amelie wurde gehörlos geboren und wurde schon als Baby beidseitig mit Cochlea-Implantaten versorgt.

Olga ist Botschafterin weil:

„Ich Eltern von Kindern mit Hörverlust helfen möchte. Die Diagnose zieht einem den Boden unter den Füßen weg. Ich weiß, wie sich diese Zukunftsängste anfühlen und will anderen Betroffenen mit meinen Erfahrungen zur Seite stehen.“

Erfahrungsbericht Olga

1. Wann und warum ist der Hörverlust bei Amelie aufgetreten? Und wie stark ist er?
Unsere Tochter Amelie hörte bei ihrer Geburt aller Wahrscheinlichkeit nach normal. Vermutlich verlor sie ihr Gehör nach einer schweren Mittelohrentzündung. Nach einer genauen Hörprüfung teilten uns die HNO-Ärzte mit, dass Amelie „mausetaub“ sei.

2. Wie hast du den Hörverlust deiner Tochter empfunden?
Die Diagnose war für uns niederschmetternd und wir wollten alles dafür tun, dass Amelie hörend aufwachsen kann.

3. Wann und wie habt ihr von der Möglichkeit eines Hörimplantats erfahren?
In der HNO-Klinik empfahl man uns unmittelbar nach der Diagnose Cochlea-Implantate. Wir informierten uns ausführlich bei den Ärzten an der Klinik und bei Technikern und Spezialisten auf dem Gebiet. Bald entschlossen wir uns zur Implantation. Amelie war 11 Monate alt, als sie ihr erstes CI auf der rechten Seite bekam und 18 Monate, als sie links versorgt wurde.

4. Wie war die Unterstützung durch Ärzte, Freunde, Familie?
Die HNO-Ärzte und das Logopäden-Team unterstützten uns enorm. Dank dieser Hilfe war es Amelie möglich, eine Regelschule zu besuchen. Die Grundschule beendete sie sogar als Klassenbeste!

5. Wie erging es Amelie und euch als Familie nach der Implantation
Die erste Zeit mit dem Implantat war nicht immer leicht, doch Amelie lernte schnell, Geräusche zu unterscheiden und machte bald große Fortschritte.

6. Was hat sich dank der Implantation verändert?
Wir haben die CIs schnell in den Alltag integriert, mittlerweile fallen sie uns gar nicht mehr auf. Amelie ist ein Kind wie andere normalhörende Kinder, mit vielen verschiedenen Interessen, von Golf bis zur Musik. Sie spielte sogar einige Jahre lang Geige. Das wäre ohne CI nicht möglich gewesen.

7. Welche Auswirkungen hatten Amelies Hörverlust und später die Implantate auf ihr Leben, ihre Ausbildung?
In der Schule müssen wir nach wie vor so manche Hürde überwinden, weil die Lehrkräfte teilweise zu wenig Informationen über Cochlea-Implantate haben. Amelie besucht aber dennoch ein Regelgymnasium. Später möchte sie Medizin studieren. Unmittelbar nach der Diagnose „Gehörlosigkeit“ wäre uns ein solcher Berufswunsch als völlig unrealistisch erschienen! Wir sind dankbar für die Technologie, die diese Träume ermöglicht.

Außerdem spielt Amelie seit einigen Jahren erfolgreich Golf und tritt bei zahlreichen nationalen und internationalen Turnieren an. Im Team wurde sie 2018 sogar Golf-Weltmeisterin im Gehörlosen-Golf.

8. Was möchtest du Betroffenen mit auf den Weg geben?
Glauben Sie an Ihr Kind! Es ist wichtig, dass Eltern voll hinter ihrem Kind stehen und es bestmöglich fördern.

Sie haben Fragen an Olga? Unter www.hoerpaten.de können Sie sie direkt kontaktieren.

Über “Endlich Wieder Hören”

Wenn Hörgeräte nicht mehr helfen, kann ein Hörimplantat die passende Lösung sein. Geschichten aus erster Hand helfen vielen Betroffenen eine Entscheidung zu treffen. "Endlich Wieder Hören" klärt auf, baut Ängste und Vorurteile ab und informiert Betroffene, Verwandte und Bekannte.

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