Silke

aus Würzburg (Deutschland)

Beidseitig implantiert
Cochlea-Implantate
Erkrankung im Erwachsenenalter
Sozialpädagogin

Silke ist Botschafterin weil:

Mir der Austausch mit CI-Trägern vor und auch nach der Implantation wichtig ist. Ich möchte Ansprechpartnerin für schwerhörige Menschen sein und ihre Fragen beantworten.

Erfahrungsbericht Silke

1. Wann und warum ist dein Hörverlust aufgetreten? Und wie stark ist er?
Aufgrund einer seltenen neurologischen Erkrankung ertaubte ich plötzlich und völlig unvorbereitet. Mein Leben änderte sich schlagartig. An einem Tag höre ich Musik, am nächsten Tag gar nichts mehr. Und das mit erst 28 Jahren.

2. Wie hast du persönlich den Hörverlust empfunden?
Die Erkrankung änderte mein Leben von einem Tag auf den anderen. Ich musste auch meinen Beruf aufgeben. Ich war niedergeschmettert, doch ich wollte mich nicht damit abfinden, nie wieder etwas zu hören.

Schon mit der endgültigen Diagnose meiner Taubheit kam ein Hoffnungsschimmer: Fachärzte in der Klinik in Würzburg. Ich habe mich dann für eine beidseitige Implantation von Cochlea-Implantaten entschieden, weil ich mich nicht damit abfinden wollte nichts mehr zu hören.

3. Wann und wie hast du von der Möglichkeit eines Hörimplantats erfahren?
Mein Arzt erklärte mir, was Hörimplantate heutzutage können, und überwies mich an die HNO-Klinik in Würzburg.

4. Wie hast du die Entscheidung zum CI abgewogen?
Für mich war klar, dass ich unbedingt wieder hören wollte. Ich habe mich sehr schnell für die Implantation entschieden und wurde innerhalb von 6 Wochen an beiden Ohren mit einem Cochlea-Implantat versorgt.

5. Wie wurdest du von Ärzten, Freunden oder Familie unterstützt?
Mein Umfeld, vor allem mein Mann, hat mich immer sehr stark unterstützt. Ich bin heute unendlich dankbar, dass ich ihn wieder hören kann.

6. Was hat sich seit deiner Implantation verändert? Was genießt du am meisten am wieder Hören?
Als ich meinen Mann endlich wieder hören konnte, war das ein sehr emotionaler Moment. Das Leben ist viel lebendiger, wenn man es hört. Sogar alltägliche Geräusche nehme ich seither viel bewusster wahr. Außerdem kann ich wieder telefonieren!

7. Wie erging es dir nach der Implantation?
In meiner Anfangszeit mit den Cochlea-Implantaten hatte ich zu hohe Erwartungen. Ich hörte nach der Erstanpassung nicht sofort wieder genauso wie davor mit gesunden Ohren. Dass ich heute so gut höre, liegt an meinem disziplinierten Hörtraining. Der Austausch mit einer Selbsthilfegruppe brachte mir die Erkenntnis, dass ich meine Erwartungen nicht zu hochschrauben darf, sondern realistisch bleiben muss.

8. Was möchtest du Betroffenen und ihren Angehörigen mit auf den Weg geben?
Für jeden Menschen hört sich das CI anders an, der Verlauf ist individuell verschieden. Realistische Erwartungen und der Fokus auf das Positive sind die Voraussetzungen für einen guten Start ins Leben mit CI.

Sie haben Fragen an Silke? Unter www.hoerpaten.de können Sie sie direkt kontaktieren.

Über “Endlich Wieder Hören”

Wenn Hörgeräte nicht mehr helfen, kann ein Hörimplantat die passende Lösung sein. Geschichten aus erster Hand helfen vielen Betroffenen eine Entscheidung zu treffen. "Endlich Wieder Hören" klärt auf, baut Ängste und Vorurteile ab und informiert Betroffene, Verwandte und Bekannte.

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